Die gesundheitliche Situation von Jugendlichen steht zunehmend im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit. Aktuelle Entwicklungen, beispielsweise veränderte Lebensgewohnheiten oder gesellschaftlichen Krisen, haben einen Einfluss auf die Lebensrealität junger Menschen. Einsamkeit, ein immer schnellerer Alltag und soziale Medien erhöhen den Druck auf Jugendliche und das Risiko für Gesundheitsprobleme - sowohl körperlich als auch mental. Allerdings fehlt es an regionalen Daten zur gesundheitlichen Lage und zum Gesundheitsverhalten Jugendlicher.
Ziel der Befragung
Ziel der Jugendgesundheitsumfrage YES ist es, Daten auf kommunaler Ebene zum Gesundheits- und Risiko verhalten Jugendlicher zu erhalten, um Bedarfslagen zu identifizieren und regionale sowie überregionale Präventionsprogramme für Jugendliche gezielter planen und durchführen zu können.
Wie und was wird erfragt?
YES 2026 befragt von September bis November zeitgleich Schülerinnen und Schüler der 8. und 10. Klassen an weiterführenden Schulen der teilnehmenden Regionen in Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Die Befragung und Datenerhebung erfolgt anonym über eine geschützte Online-Plattform, auf der sich die teilnehmenden Jugendlichen mit einem Code einloggen können. Zu keinem Zeitpunkt werden Daten wie Name, Geburtsdatum oder Anschrift erhoben. Die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen verweigert oder abgebrochen werden. Erfragt werden unter anderem Basisangaben wie Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht. Zur Ermittlung der gesundheitlichen Lage werden u.a. Fragen gestellt zu:
Wie werden die Daten aus den ausgefüllten Fragebögen verwendet?
Die Ergebnisse können sowohl in einem regionalen Jugendgesundheitsbericht, der durch das jeweilige Gesundheitsamt erstellt wird, als auch in einem Euregionalen Gesundheitsatlas (www.euregionalhealthatlas.eu) münden und als Basis für mögliche Präventions- und Gesundheitsaktivitäten für Jugendliche genutzt werden. Bezugs-/Berichtebenen sind die teilnehmenden Schulen, Kreise/Städte, nationale Bereiche (DE/BE/NL) und die Euregio als Ganzes. Die Berichte enthalten keine identifizierbaren personenbezogenen Daten von Schülerinnen und Schülern. Die Ergebnisse werden niemals auf individueller Ebene dargestellt, sondern ausschließlich für Gruppen von Jugendlichen.
Partner
Partner im Projekt YES 2026 sind die öffentlichen Gesundheitsdienste folgender Regionen, Städte und Kreise: für Deutschland der Kreis Euskirchen, der Kreis Heinsberg, der Kreis Höxter, der Kreis Wesel, der Oberbergische Kreis, der Kreis Viersen, der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Krefeld, sowie aus den Niederlanden der GGD Zuid Limburg und GGD Limburg-Noord und für Belgien beteiligt sich Ostbelgien